Der Bahnhof Donauwörth heute

Ansicht des Bahnhofsgebäudes von der Stadtseite im Jahre 2002. Nach den Kriegs-Zerstörungen wurde der Ostflügel nicht mehr aufgebaut. Der Hauptteil wurde vor einigen Jahren pastellfarben gestrichen, während der Westflügel noch ein den Farben der 50er Jahre gestrichen ist. Beim Umbau des Bahnhofsvorplatzes wurde längs des Gebäudes eine Überdachung angebracht.

In den 80er und 90er Jahren war der Busbahnhof wahrlich kein Aushägeschild für den Bahnhof Donauwörth. Deshalb wurde er im Jahre 2001 umgebaut und besser an den Busverkehr angepasst. Gleichzeitig wurde auch der restliche Bahnhofsvorplatz umgestaltet und die Verkehrsführung geändert. Im oberen Teil der vier Säulen der Dachkonstruktion sind vier entscheidende Ereignisse aus der Donauwörther Verkehrsgeschichte angeschrieben. Ein optimales Bussystem vermisst Donauwörth trotzdem weiterhin.

Die Stückguthalle in Donauwörth ist heute ohne Betrieb. Die Gleise und Weichenverbindungen sind zwar noch vorhanden, jedoch durch Prellböcke blockiert. Seit Anfang der 90er Jahre findet kein Stückgutverkehr mehr statt. Früher wurden hier täglich zwischen zehn und zwanzig Güterwagen auf den beiden Rampengleisen be- und entladen. Nach seiner Stilllegung wurde die Halle nur für kurze Zeit von einem "Ramschladen" genutzt. Inzwischen ist die Halle mit den beiden Gleisen abgerissen und die Bauarbeiten für ein Park&Ride-Parkhaus haben begonnen.

Die Laderampe der Ortsgüteranlage. Links sind die beiden Kopframpen, rechts daneben die Seitenrampe und noch weiter rechts das Umfahrungsgleis mit Lademaß und Waage zu sehen. Die letzten Einsätze erlebte die Ortsgüteranlage bei Verladungen von Baumaterial oder Bundeswehrfahrzeugen. Im Jahre 2001 wurden die örtlichen Rangierloks nicht mehr an der Drehscheibe, sondern hier an den Kopframpen abgestellt. Die gesamte Güterbedienung von Donauwörth wurde zum 01.01.2002 eingestellt.
Am Rande der Ortsgüteranlage befindet sich das Lagerhaus der Baywa. Hierin werden alle Sorten von Getreide gelagert. Heute wird nur noch per Lkw angeliefert. Vor dem Gebäude ist noch das Freiladegleis zu sehen.
Das Drucktastenstellwerk vom Typ Dr Sp 60 wurde am 05.07.1970 in Betrieb genommen. Es steurt den gesamten Bahnhof Donauwörth sowie die Strecken bis Otting-Weilheim, Hamlar, Mertingen und Tapfheim. Zusätzlich sind im Rangierbahnhof noch zwei Aussenstellwerke vorhanden.
Obwohl der Bahnhof Donauwörth nie ein Bahnbetriebswerk hatte, wurde die Drehscheibe früher rege zum Drehen von Loks verwendet. Sie besitzt eine Gleislänge von 23m. Nach Ende des planmässigen Dampfbetriebes wurde sie nur noch wenig genutz. Gelegentlich kamen noch Museumsloks zum Drehen auf die Scheibe. Auch das Bayerische Eisenbahnmuseum in Nördlingen machte von ihr Gebrauch, denn sie ist etwas länger, als diejenige des Bw Nördlingen.

Jahrelang wucherte das Grün in der Drehscheibengrube von sich hin. Dies änderte sich Anfang Septemer 02, als die Mitglieder des Bayerischen Eisenbahnmuseums die Scheibe ausholtzen. Geplant war den aus Meinigen rücküberführten Kabinentender der 50 778 hier für die Weiterfahrt nach Nördlingen zu drehen. Die Untersagung der Genehmigung für Drehscheibenbenutzung durch DB Netz machte dieses Vorhaben jedoch zunichte. Der Tender wurde schließlich rückwärts als Sperrfahrt nach Nördlingen überführt.
Von der Funktionstüchtigkeit der Drehscheibe konnte man sich jedoch bei einer Probedrehung. Seitdem steht das Häuschen wieder Richtung Westen. (zum Vergleich siehe oben).

Hier finden sie weiter Informationen über die Überführung.


Alle Angaben ohne Gewähr; Fehler vorbehalten; Alle Fotos: Heinz Steiner, Donauwörth;
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